LINGUAE CELTICAE


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Nachrichten-Archiv :::::: Schottisch-Gälisch :: Irisch :: Manx :: Walisisch :: Kornisch :: Bretonisch

 



© 2006-2014 Kurt C. Duwe
(Text und Illustrationen)


Gàidhlig
(Schottisch-Gälisch)

Gaeilge
(Irisch-Gälisch)

Gaelg Vanninagh
(Manx)

Cymraeg
(Walisisch bzw. Kymrisch)

Kernewek
(Kornisch)

Brezhoneg
(Bretonisch)

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(Keltika, Regionalsprachen, Menschenrechte)

 

 

   

Übersicht

     

Die modernen keltischen Sprachen besitzen ihre Verbreitungsgebiete im Westen Europas, namentlich auf den Britischen Inseln und in der Bretagne. Alle diese Idiome haben sich aus den Sprachen der keltischen Einwohner Britanniens und Irlands entwickelt, die dort bereits vor den Invasionen der Römer und Angelsachsen ansässig waren. Gebiete mit keltischsprachiger Mehrheit finden sich auch heute noch in weiten Teilen von Nord- und West-Wales, an der Westküste Irlands und Schottlands sowie in einigen ländlichen Gegenden der Bretagne. Die keltischen Sprachen von Cornwall und der Insel Man waren bereits als Muttersprache ausgestorben; sie werden jedoch heute unter großem Enthusiasmus mit neuem Leben erfüllt. Insgesamt etwa 2,5 Mio. Menschen sprechen heute eine dieser sechs Sprachen, knapp eine Million davon als Umgangssprache im täglichen Leben. Darüberhinaus gibt es eine sehr große Zahl von verstreut lebenden Sprechern in England, Frankreich und der übrigen Welt sowie kleine überseeische Sprachgemeinschaften in der kanadischen Provinz Neu-Schottland (Schottisch-Gälisch) und im argentinischen Patagonien (Walisisch). In der nebenstehenden Grafik sind die sechs keltischen Länder West-Europas mit ihren Eigennamen gekennzeichnet.

Allgemein teilt man die modernen keltischen Sprachen in zwei eng miteinander verwandte Zweige ein: Der sogenannte goidelische (oder gälische) Zweig umfasst Gàidhlig (Schottisch-Gälisch), Gaeilge (Irisch) und Gaelg Vanninagh (Manx). Er besitzt seine Wurzel in der keltischen Sprache des frühen Irlands. Zum brythonischen Zweig hingegen zählen Cymraeg (Walisisch), Kernewek (Kornisch) und Brezhoneg (Bretonisch). Dieser Sprachzweig hat seinen Ursprung auf der Britischen Hauptinsel (daher auch die Bezeichnung Britannien = Land brythonisch sprechender Menschen). Allgemein gehören die keltischen Sprachen zur indogermanischen Sprachfamilie wie die germanischen, slawischen, indischen und romanischen Sprachen auch.

Weitere allgemeine Informationen sind hier nachzulesen. Wer besonderes Interesse an einer der einzelnen Sprachen hat, dem sind die unten aufgeführten Beschreibungen zu empfehlen. Sie folgen in ihrer Reihenfolge den heutigen Sprachgebieten von Norden nach Süden.


Sprache: Gàidhlig (Schottisch-Gälisch); Länder: Alba (Schottland) und Alba Nuadh (Neu-Schottland)

Schottisch-Gälisch wird heute noch von etwa 58.000 Menschen in Schottland gesprochen. Die Volkszählung von 2001 ergab damit einen Rückgang um 8.000 gälischsprachige Personen, der aber wegen der Überalterung der Sprachgemeinschaft erwartet worden war. Als Umgangssprache wird Schottisch-Gälisch immer noch auf den Inseln der Äußeren Hebriden, in Teilen der Westküste des Hochlandes (namentlich Ardnamurchan und Wester Ross) sowie einigen Inseln der Inneren Hebriden (Skye, Tiree, Islay) verwendet. Darüberhinaus gibt es eine bedeutende urbane gälische Kulturszene im Großraum Glasgow sowie eine kleine Sprachgemeinschaft (etwa 2.000) in der kanadischen Provinz Nova Scotia (Neu-Schottland). Die Sprache war einst über den größten Teil Schottlands verbreitet und wurde über die Jahrhunderte durch offizielle Diskriminierung zurückgedrängt. Heute gibt es eine sehr starke Bewegung zur Unterstützung der Sprache, deren Tod vor nicht allzulanger Zeit noch als unausweichlich bezeichnet wurde. Die Zahlen der gälischsprachigen Vorschulgruppen (Cròileagan) und Grundschulklassen mit gälischer Unterrichtssprache (Gaelic medium units) verzeichnen einen kontinuierlichen Anstieg. Auch die Zahl der Lernenden aller Altersklassen wächst stetig. Im Frühjahr 2005 wurden auch Gesetzgebungsaktivitäten im neuen Schottischen Parlament abgeschlossen, mit dem "Gaelic Language Act" Gàidhlig wieder offiziell als eine Sprache Schottlands anzuerkennen.

Weitere Informationen sind hier nachzulesen.

  
 






Das Kreuz des Heiligen Andreas: die Nationalflagge von Alba (Schottland)

Sprache: Gaeilge (Irisch-Gälisch oder Irisch); Land: Èire (Irland)

Die irische Sprache hat sich direkt aus jenen keltischen Idiomen entwickelt, welche sich fast ohne römischen Einfluss auf der Insel relativ selbständig entwickeln konnten. Im Laufe der englischen Kolonialzeit und gerade in den letzten zwei Jahrhunderten vor der Unabhängigkeit des Irischen Freistaats wurde das Irische schließlich in einige wenige unzugängliche Gebiete im Westen der Insel zurückgedrängt. Trotz der starken Förderung der Sprache im unabhängigen Irland (Irisch ist offizielle Staatssprache neben Englisch) blieb Irisch als Umgangssprache auf einige wenige Gaeltachtaì (irischsprachige Gebiete) und eine gebildete Diaspora in den Städten beschränkt. Heute zeigt sich jedoch eine verstärkte Hinwendung der Bevölkerung zum irischen Erbe - es gibt eine sehr große Zahl von Kindergärten und Schulen, in denen Irisch als Unterrichtssprache verwendet wird. Nach der aktuellsten Volkszählung von 2002 wurden mehr als 1,5 Mio. Sprecher (41,9 % der Gesamtbevölkerung) registriert, von denen etwa 330.000 die Sprache täglich verwenden. In den sogenannten Gaeltachtaì lebten 62.200 gälischsprachige Personen (72,6 % der lokalen Bevölkerung), von denen die Mehrheit Irisch als Umgangssprache verwenden. In Nordirland wurden 2001 darüberhinaus über 100.000 Irischsprechende verzeichnet, insbesondere in den katholisch geprägten Distrikten. Vom 1. 1. 2007 an wird Irisch-Gälisch endlich auch offizielle Arbeitssprache der EU.

Weitere Informationen sind hier nachzulesen.


   


Die Nationalflagge von Èire (Irland)

Sprache: Gaelg Vanninagh (Manx-Gälisch oder Manx); Land: Mannin oder Ellan Vannin (Insel Man) 

Eine weitere gälische Sprache wurde noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Umgangssprache auf der Insel Man in der Irischen See verwendet. Danach wurde das Idiom durch das übermächtige Englisch und die Indifferenz der eigenen Sprecher mehr und mehr verdrängt, obwohl Manx nach wie vor offizielle Funktionen besitzt. Im lokalen Parlament des Tynwald werden Gesetzestexte noch immer sowohl auf Englisch als auch auf Manx verlesen. Als jedoch 1974 der letzte traditionelle Muttersprachler starb, wurde Manx von vielen Akademikern als offiziell für tot erklärt. Die Sprache lebte aber trotzdem weiter in einer kleinen Schar von Enthusiasten, die langsam aber stetig mehr Unterstützung gewannen. Aktuell gibt es wieder Familien, die ihre Kinder in der Sprache ihrer Vorfahren erziehen. Eine Vorschule und eine Grundschule mit manx-gälischer Unterrichtssprache legen davon Zeugnis ab. Seit einigen Jahren wird Manx auch in großem Umfang als Zweitsprache an vielen Grundschulen gelehrt. In der Volkszählung von 2001 wurden mehr als 1.500 Sprecher gezählt, dies entsprach etwa 2 % der Inselbevölkerung.

Weitere Informationen sind hier nachzulesen.

 
   


Das Dreibein: die Nationalflagge von Mannin (Insel Man)

Sprache: Cymraeg (Walisisch oder Kymrisch); Länder: Cymru (Wales) und Y Wladfa (Patagonien) 

Die kymrische Sprache ist streng genommen die direkte Nachfolgerin jener keltischen Sprachen, welche bereits zur Zeit der römischen Besatzung auf der britischen Insel bis hinauf in den Süden des heutigen Schottlands gesprochen wurden. Nur im bergigen Rückzugsgebiet von Wales überlebte diese Sprache die Widrigkeiten der jahrtausendelangen Angriffe und Unterdrückung von Angelsachsen und Normannen. Selbst nach dem Verlust der Unabhängigkeit durch die englische Krone blieb Walisisch die Sprache des Volkes. Um 1900 herum sprach noch mehr als die Hälfte aller Waliser Kymrisch, besonders im Norden und Westen des Landes. Danach wurde die Sprache, insbesondere durch das Schulsystem und offizielle Diskriminierung, zurückgedrängt und weite Teile des bevölkerungsreichen Südosten wurden fast vollständig anglisiert. Die Zahl der Sprecher ging bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts kontinuierlich zurück. Durch den vehementen zivilen Ungehorsam großer Teile der Sprachgemeinschaft und dadurch erzwungene positive Entwicklungen im Bildungs- und Medienbereich hat das Walisische im Leben des Landes stark an Bedeutung gewonnen. Es ist in Wales jetzt offiziell gleichberechtigt neben dem Englischen. Die Zahl der Walisischsprechenden steigt auch wieder kontinuierlich an. Nach der Volkszählung von 2001 verzeichnete man gegenüber 1991 einen Anstieg von 74.000 Sprechern auf über 580.000 (20,5 % der Gesamtbevölkerung). Die Mehrheit der Sprecher benutzt Walisisch im täglichen Leben, insbesondere natürlich in den mehrheitlich walisischsprachigen Gebieten im Westen des Landes wie Ynys Môn (Anglesey), Gwynedd, Ceredigion (Cardiganshire) und Sir Gâr (Carmarthenshire). Flächenmäßig gesehen nehmen die walisischsprachigen Gebiete noch etwa die Hälfte von Wales ein. Das Sprachgebiet reicht aber auch noch bis in den nordwestlichsten Zipfel der englischen Grafschaft Shropshire hinein. Es umfasst ebenso einige Gemeinden walisischer Auswanderer mit etwa 5.000 aktiven Sprechern im argentinischen Teil Patagoniens (Provinz Chubut) um Trelew, Gaiman und Trevelin. Alles in allem ist Walisisch derzeit bei weitem die lebendigste keltische Sprache überhaupt.

Weitere Informationen sind hier nachzulesen.

 
   


Y Ddraig Goch (der Rote Drachen): die Nationalflagge von Cymru (Wales)

Sprache: Kernewek (Kornisch); Land: Kernow (Cornwall) 

Neben dem Gebiet von Wales überdauerte auch auf der südlicheren Halbinsel Cornwall eine weitere brythonische Sprache: Kornisch. Bis hierhin war die keltische Kultur vor den Angelsachsen zurückgewichen, nachdem um 577 nach einer Schlacht bei Bath das brythonische Sprachgebiet endgültig geteilt wurde. Während viele brythonische Kelten die Flucht über den Kanal ins heutige Breizh (Bretagne) (s. Brezhoneg) wählten, überlebten die Bewohner Cornwalls mit ihrer reichen Kultur noch viele Jahrhunderte nach der normannischen Eroberung Englands als relativ isolierte Sprachgemeinschaft. Die Geschichte von "Tristan und Isolde" beruht zum Beispiel auf einer kornischen Grundlage. Graduell wurde die Sprache jedoch immer mehr in den äussersten Westen Cornwalls zurückgedrängt, bis Ende des 18. Jahrunderts die letzten Muttersprachler verstarben. Trotzdem blieben viele Bruchstücke im lokalen englischen Dialekt erhalten, es gab eine reichhaltige Literatur und irgendwie wurde die Sprache durch enthusiastische Akademiker ins 20. Jahrhundert hinübergerettet. Was danach folgte, war eine nicht für möglich gehaltene Renaissance einer offiziell "ausgestorbenen" Sprache, der durch eine kleine, aber stetig wachsende Sprachgemeinde wieder Leben eingehaucht wurde. Vielleicht der größte Erfolg in jüngerer Zeit war die Anerkennung des Kornischen durch den britischen Staat; die Sprache wurde im Rahmen der Charta für Regional- und Minderheitssprachen des Europarates anerkannt. Derzeit wird von einigen wenigen hundert effektiven Sprechern des Kornischen ausgegangen - es ist also noch weit vom Status einer Umgangssprache im herkömmlichen Sinne entfernt.

Weitere Informationen sind hier nachzulesen.

 
   


Das Kreuz des Heiligen Piran: die Nationalflagge von Kernow (Cornwall)

Sprache: Brezhoneg (Bretonisch); Land: Breizh (Bretagne)

Bretonisch ist die einzige lebende keltische Sprache, die ihr Sprachgebiet auf dem europäischen Festland besitzt. Die Sprache wurde von keltischen Völkerstämmen aus Britannien herübergebracht, welche sich vor den ständigen Angriffen der Angelsachsen retten wollten. Es wird darüberhinaus angenommen, dass Reste der keltischen Kultur der Gallier noch im Bretonischen überlebt haben. Vielleicht wirklich erstaunlich ist, das Bretonisch bis nach dem 2. Weltkrieg dominante Umgangssprache im Westen der Bretagne verblieb, obwohl der zentralistische Staat seit der Französischen Revolution offen alle Regionalsprachen bekämpfte. Erst in den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Bretonischsprachigen von über einer Million auf etwa 250.000 gesunken - die generationenübergreifende Vermittlung der Sprache war fast vollständig zusammengebrochen. Exakte Zahlen über die Bretonischsprechenden gibt es allerdings nicht. Die Mehrheit der Bretonischsprachigen soll jedoch über 65 Jahre alt sein. Beginnend bereits in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erwuchs eine Gegenbewegung in der allgemeinen gesellschaftlichen Aufbruchstimmung jener Zeit, die sich neben der Wiederentdeckung der bretonischen Musik und Kultur auch für die Sprache einsetzte. Aus kleinen Anfängen erwuchsen starke (private) Bestrebungen, die Sprache insbesondere unter Kindern wieder aufleben zu lassen. Vorschulgruppen und Grundschulen wurden gegründet mit langsam steigender Tendenz. Dies jedoch alles gegen den entschiedenen Widerstand des französischen Staates, für den immer noch nur eines gilt: Die Sprache der Republik ist Französisch. Bis heute hat Frankreich keine relevanten Abkommen zum Schutze von Sprachgemeinschaften sowohl auf europäischer als auch auf UN-Ebene ratifiziert.

Weitere Informationen sind hier nachzulesen.

 
 


Gwennhadu ("Weiss und schwarz"): die Nationalflagge von Breizh (Bretagne)

Studien

Hier finden Sie interessante Publikationen bzw. Internet-Verweise zu einschlägigen Projekten und Untersuchungen, welche sich in der einen oder anderen Form mit den modernen keltischen Sprachen befassen. In der Natur der Sache liegt es natürlich, dass fast alle Untersuchungsberichte entweder in englischer oder französischer Sprache vorliegen. Ein einführender deutscher Kommentar soll dafür einen allgemeinen Eindruck von der Zielsetzung und den Hauptergebnissen solcher Untersuchungen vermitteln.

Derzeit ist unter dieser Rubrik zum Beispiel eine Serie lokaler Studien zum Schottisch-Gälischen in den traditionellen Sprachgebieten des schottischen Hochlands und der Hebriden beschrieben. Ausserdem sind an dieser Stelle einige Veröffentlichungen zu neueren Entwicklungen der kleinsten keltischen Sprachgemeinschaften (Manx, Kornisch) zu finden, die alles in allem zu den ausserordentlich positiven Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zählen. Die unrühmliche Rolle des französischen Staates in der Behandlung seiner sprachlichen Minderheiten wird ebenfalls behandelt, so zum Beispiel in den überaus lehrreichen Veröffentlichungen aus der MERCATOR-Education zur Situation von Regional- und Minderheitssprachen im Bildungsbereich ihrer europäischen Staaten. Es wird gehofft, an dieser Stelle weitere interessante Untersuchungsergebnisse veröffentlichen zu können.

Informationen und Fakten sind unter Studien nachzulesen.

 


In weiten Teilen des ländlichen Wales ist Walisisch immer noch dominante Umgangssprache. Die sprachliche Ignoranz vieler zuwandernder Engländer ist allerdings ein Problem ....




Geschichte der keltischen Sprachen (Eine kleine Einführung)

Obwohl an dieser Stelle das Schwergewicht der Informationen auf den modernen (d.h. lebenden) keltischen Sprachen liegt, ist doch eine historische Einordnung notwendig. Leider hat sich die geschichtliche Bewertung der keltischen Kulturen in Europa (auch im deutschsprachigen Raum) zu lange an der zeitgenössischen englischen bzw. französischen Sichtweise orientiert, sofern dieser Aspekt der europäischen Kulturgeschichte überhaupt zur Kenntnis genommen wurde. Dabei müssen neben den "insel-keltischen" Sprachzweigen auch die schon vor langer Zeit erloschenen Idiome wie Gallisch auf dem Kontinent Erwähnung finden. Auch die erst im Mittelalter endgültig ausgestorbene kumbrische Sprache soll an dieser Stelle nicht vergessen werden. Es ist in jedem Fall hilfreich nachzulesen, dass sowohl die alltäglichen Gepflogenheiten im Gallierdorf der Obelix-Geschichten als auch die Gestalten der Tafelrunde um den Magier Merlin und König Artus aus dem keltischen Kulturraum stammen. Die geistige Eingemeindung dieser Bekanntheiten in das englische und französische Nationalerbe sind - mit Verlaub - abenteuerlich zu nennen. Vieles von der heutigen Situation der keltischen Sprachen Europas wurde durch die geschichtliche Entwicklung verursacht, auch in der jüngeren Vergangenheit. Auch in den letzten Jahrzehnten gab es sehr viele Parallelen zwischen den keltischen Ländern zu verzeichnen, nicht zuletzt das Einsetzen einer "keltischen Renaissance" mit einem positiven Bewusstseinswechsel in den Sprachgemeinschaften.

Eine kleine Einführung ist unter Geschichte zu finden.


 

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Wie und wo kann ich eine keltische Sprache erlernen?

Entgegen landläufiger Meinung sind die keltischen Sprachen keineswegs nur romantisch verklärt als letzte Zeugen einer vergangenen Zeit anzusehen. Sie werden auch heute von normalen Menschen selbstverständlich im Alltag verwendet und passen sich auch neueren Herausforderungen wie dem Internet problemlos an. Alle beschriebenen Sprachen können heute bequem mit Hilfe von modernen Lernmethoden erlernt werden. Der Kontakt zu Muttersprachlern und die Nutzung von keltischsprachigen Radio-, Audio- und Fernsehangeboten ist darüberhinaus natürlich sehr zu empfehlen. Eine kleine Schwierigkeit bereitet vielen Interessierten jedoch, dass Sprachführer, Wörterbücher usw. fast ausschließlich in der jeweiligen "Hauptsprache" verfasst sind. Damit ergibt sich für Deutschsprachige häufig das Zusatzproblem, eine Hilfssprache (Englisch oder Französisch) beim Erlernen einer Drittsprache verwenden zu müssen. Zum Glück gibt es jedoch schon eine kleine Zahl deutschsprachiger Sprachführer und Internet-Foren zum Themenkomplex - es ist zu hoffen, dass diese Hürde bald als historisch angesehen werden kann.

Ein paar wichtige Tipps und Hinweise sind unter Lernen nachzulesen.

 



Es ist augenscheinlich ein Kinderspiel, Schottisch-Gälisch zu lernen!
(© 2010 Comhairle nan Sgoiltean Araich)



Interessante Internet-Adressen (Keltika, Regionalsprachen, Menschenrechte)

Neben den an anderer Stelle erwähnten Informationsquellen zu den einzelnen keltischen Sprachen gibt es auch eine Reihe von weiteren Internetseiten, die sich entweder mit den keltischen Sprachen als Ganzes oder mit der Problematik von Regional- und Minderheitssprachen allgemein befassen. Ausserdem gibt es einige wichtige internationale Abkommen, die sich mit der sprachlichen Komponente der Menschenrechte befassen. Darunter sind so wichtige Dokumente des Europarats wie die Charta für Regional- und Minderheitssprachen und das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten, die beide 1998 in Kraft traten. Beide internationalen Verträge hat die Französische Republik bis auf den heutigen Tag nicht unterschrieben bzw. ratifiziert.

Einige besonders wichtige Quellen sind unter Verbindungen zu finden.


 

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